21.09.2017

LAGJE hat neue Wildschadensschätzer ausgebildet

Am 18.9.2017 hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer beim Sächsischen Landesbauernverband (LAGJE) in Siebenlehn einen weiteren Wildschadensschätzer-Lehrgang durchgeführt. Als Referenten standen Dr. Volker Wolfram (Foto) und RA Dr. Thomas Rincke zur Verfügung. Auf Flächen des LAGJE-Vorsitzenden Gunther Zschommler konnten bei einer praktischen Übung unter fachkundiger Anleitung reale Wildschäden geschätzt werden.
Am besten ist es wenn Wildschäden gar nicht erst entstehen. Aber selbst bei einem optimalen Zusammenwirken von Jäger, Landwirt und Jagdgenossenschaft wird dies nicht hundertprozentig gelingen. Ob entstandene Wildschäden überhaupt geltend gemacht werden ist die nächste Frage. Und wenn ja, ob sich der Geschädigte und der zum Wildschadensersatz Verpflichtete (Jäger oder Jagdgenossenschaft) über die Höhe einigen können. Hier ist es nicht selten angebracht einen unabhängigen Wildschadensschätzer einzubeziehen.
Rechtliche Grundlagen. Wie ist der Ortstermin vorzubereiten? Grundsätze der Schadensschätzung. Anwendung von Richtsätzen und Tabellen. Mitverschulden? Dieses und mehr wurde bei einem sehr lebendigen Seminar behandelt.
Ist Wildschaden an "Biogas-Mais" ersatzpflichtig? Jäger, die gute Anwälte, aber einen schlechten Charakter haben, versuchen nach wie vor Jagdgenossen und Landwirten weis zu machen dass Wildschaden auf Mais-Flächen zum Einsatz in Biogasanlagen nicht ersatzpflichtig ist. Tatsächlich trifft dies aber nur zu, wenn sich dies aus einer diesbezüglichen Klausel im Jagdpachtvertrag ergibt, was nur ganz selten der Fall ist.
Der nächste Wildschadensschätzer-Lehrgang der LAGJE ist für März 2018 geplant.

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