Viele Mitbürger können sich heute kaum mehr ein eigenes Bild über die Tierhaltung auf landwirtschaftlichen Betrieben machen. Die Menschen wollen die Gewissheit haben, dass die Bauern bei der Lebensmittelerzeugung verantwortungsvoll mit den Tieren umgehen.

Wer weiß das besser als der erfahrene Landwirt und Tierhalter, der jeden Tag im Stall steht. Schließlich sind sein Erfolg und seine betriebliche Existenz in besonderem Maße von der Gesundheit und dem Wohlergehen der Tiere abhängig!

Auf den folgenden Seiten laden Sie Sachsens Landwirte ein, einen Blick in ihre Ställe zu werfen und am Wohlergehen der Tiere teilzuhaben.



Das „Leitbild Nutztierhaltung“ wurde von den Delegierten des Deutschen Bauernverbandes auf dem Deutschen Bauerntag am 27. Juni 2013 in Berlin verabschiedet.


Tierwohl GeflügelTierwohl Schwein

Tierwohl Rinder

			

Agrargenossenschaft Schönberg e.G.

Tierwohl
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Die Flächen des Betriebes erstrecken sich von der Landesgrenze zu Thüringen im Nordwesten, bis an den westlichen Stadtrand der Töpferstadt Waldenburg. Nahezu im selben Ausdehnungsgebiet erstrecken sich neben den Ackerflächen auch Dauergrünland- und Weideflächen. Letztere werden in unserem Betrieb für die Aufzucht der Jungrinder in den Sommermonaten verwendet.
Während der Vegetationsperiode, von Anfang April bis, je nach Witterung, Mitte bis Ende Oktober, erfolgt die Beweidung von mehr als 100 Hektar Wiesen und Weiden mit zwei- bis dreihundert tragender Färsen. Je nach Alter der Tiere und Größe der Weideflächen erfolgt eine Unterteilung in mehrere kleinere Herden. Dieses Verfahren bietet den Tieren ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit und Frischluft sowie saftigen Gräsern und Kräutern. Von den Tieren nicht gefressene Pflanzen werden anschließend abgemulcht, um einen gleichmäßigen frischen Aufwuchs zu gewährleisten. Für die Tiere bietet diese Form der Grünlandnutzung wissenschaftlich belegbare Vorteile in punkto Gesundheit und Fitness. Betrieblich ist dies jedoch mit einem Mehraufwand an Arbeitskraft verbunden.

Agrargenossenschaft Schönberg e.G.
Hauptstraße 31
08393 Schönberg
			

Landwirtschaftsbetrieb Grohmann, Gut Knatewitz

Tierwohl Tierwohl Tierwohl Tierwohl Tierwohl
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Wir haben im Betrieb 65 Milchkühe und die dazu gehörige Nachzucht. Die Kälber kommen ein paar Tage nach der Geburt bis zu einem Alter von ca. 3 Monaten in eine Gruppe mit Weidegang, um sie schnellst möglich an den Weidezaun zu gewöhnen. So wird auch im Winter bei schönem Wetter Ausgang gewährt und wie man sieht, spielt auch dieser Nachwuchs gerne im Schnee.

Philipp Grohmann, Landwirtschaftsbetrieb Grohmann

Landwirtschaftsbetrieb Grohmann
Gut Knatewitz
Börlner Str. 11
04808 Lossatal OT Meltewitz
			

Agrargenossenschaft Langenchursdorf eG

Tierwohl Tierwohl Tierwohl Tierwohl Tierwohl
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Auf den Wiesen und Weiden in unserem Territorium halten wir die ”Masse“ von 400 Kühen, vom Kalb bis zur Mutterkuh. Unsere Mutterkühe leben in mehreren Herden aufgeteilt für ca. 7 Monate auf der Weide. Hier werden Sie von unseren Mitarbeitern betreut. Sie kontrollieren die Herden auf Vollständigkeit, überwachen ihr Wohlbefinden, achten auf intakte Weideeinrichtungen und sorgen dafür, dass die Vorschriften zur Registrierung im zentralen Kuhmelderegister eingehalten werden. Zu Fressen gibt es, was auf der Weide heranwächst. Frisches Wasser kommt direkt aus dem Wasserwagen. Die geborenen Kälber bleiben während ihrer Kinderstube bei der Mutter. Ein Bulle auf der Weide sorgt für den Nachwuchs.

Wir halten unsere Mutterkühe naturnah und natürlich und das ohne Ökobetriebslabel. Einen Tierarzt sehen die Mutterkühe höchst selten und dann nur, wenn ein Tier richtig krank ist. Im Winter stehen unsere Mutterkühe im Stall. Die Gründe dafür sind nicht das Klima oder die Temperaturen, bei den sich die Mutterkühe sicher wohlfühlen würden. Nein, in den Wintermonaten können wir die Trinkwasserversorgung während der Frostperiode nicht gewährleisten. Außerdem würde die Grasnarbe auf der Weide im Winter zu sehr leiden.

Im Stall werden die Mutterkühe auf Stroh in großen Gruppenboxen mit freier Bewegung und Außenauslauf gehalten. Hier steht jeder Kuh eine Fläche von 8 Quadratmetern zur Verfügung. Kein Vergleich mehr zu früher, als die Tierhaltung noch mit dem Anketten der Tiere auf einer 2 Quadratmeter großen Standfläche erfolgte.
Auf Grund dessen, das unsere Mitarbeiter die einzigen Bezugspersonen unserer Mutterkühe sind, sollten Sie genügend Abstand zu den Tieren auf der Weide halten.

Rainer Stauch, Vorstandsvorsitzender

Agrargenossenschaft Langenchursdorf eG
Gewerbegebiet 7
09337 Callenberg