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Sächsische Milchkönigin 2026 – 2028

Nancy Büttner

Die amtierende Sächsische Milchkönigin ist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen. Die Leidenschaft für die Arbeit mit Tieren und in der Natur wurde der Zwönitzerin praktisch in die Wiege gelegt. Seit ihrer Kindheit begeistert sie sich für die Milchwirtschaft. Heute ist die gelernte Technikerin für Landbau als Tierproduktionsleiterin und Ausbilderin in der Agrargenossenschaft Dorfchemnitz e.G. tätig. Sie erlebt die täglichen Herausforderungen, aber auch die vielen schönen Seiten des Berufs also hautnah.

Als Nancy I. wird sie in den kommenden zwei Jahren die Milch- und Molkereiwirtschaft in Sachsen auf Veranstaltungen repräsentieren. „Ein besonderes Anliegen ist es mir, den Menschen ein realistisches Bild der modernen Landwirtschaft zu vermitteln“, sagt sie. „Ich möchte zeigen, wie viel Fachwissen, Verantwortung und Engagement hinter der Produktion unserer Lebensmittel steckt und wie wichtig Tierwohl und Qualität für uns sind.“ Gerade der Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft liege ihr sehr am Herzen. „Ich möchte dazu beitragen, Vertrauen zu schaffen, Vorurteile abzubauen und besonders junge Menschen für die Landwirtschaft zu begeistern.“ (Foto: Celine Clauss)

 

„Als Ausbilderin ist es mir ein Anliegen, gerade auch junge Menschen für die Landwirtschaft zu begeistern“

Nancy I. im Interview

 

Nancy, wer bist du – ganz ohne Krone und Titel?

Nancy: Ich bin 26 Jahre und Landwirtin aus Leidenschaft, konkret bin ich in der Agrargenossenschaft Dorfchemnitz e. G. tätig als Tierproduktionsleiterin, Ausbilderin und Mitglied im Aufsichtsrat. Mein Alltag besteht hauptsächlich aus der Landwirtschaft. Privat habe ich noch meinen Labrador Karli, mit dem ich gemeinsam mit meinem Partner gern in der Natur spazieren bin. Außerdem koche und backe ich gern.

Was hat dich motiviert, dich zu bewerben?

Nancy: Ich finde, dass heutzutage viele Leute immer noch ein falsches und vor allem negatives Bild von der Landwirtschaft, insbesondere auch der Tierhaltung, haben. Mir ist es sehr wichtig, dieses richtigzustellen. Außerdem ist es mir als Ausbilderin ein Anliegen, gerade auch junge Menschen für die Landwirtschaft zu begeistern. Durch das Amt kann ich der Öffentlichkeit zeigen, dass wir in Sachsen für eine verantwortungsvolle und tiergerechte Milchproduktion stehen. Das Ehrenamt bietet zudem die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen – etwas, das mir persönlich sehr viel Freude bereitet.

Welche Verbindung hast du persönlich zur Landwirtschaft oder zur Milchwirtschaft?

Nancy: Ich bin selbst auf einem Milchviehbetrieb aufgewachsen und für mich war schon immer klar – ich werde Landwirtin! Dabei hat mein Herz schon immer mehr für die Rinder geschlagen als für die Feldwirtschaft. Daher lag mein Fokus in der Aus- und Fortbildung auf Milchviehhaltung.

Wie hast du den Moment der Krönung erlebt?

Nancy: Es war ein unglaublich schöner und emotionaler Moment. Ich war sehr glücklich und stolz, als ich die Krone überreicht bekommen habe. In diesem Augenblick ist für mich ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Besonders gefreut hat mich, dass auch ein Teil meiner Familie diesen Moment miterleben konnte.

 

Die Milchhoheiten aus Sachsen nach ihrer Krönung auf der Agra-Messe in Leipzig am 9. April 2026.

 

Du bist ganz neu im Amt – wie waren die ersten Begegnungen?

Nancy: Die ersten Tage im Amt waren sehr aufregend und geprägt von vielen neuen Eindrücken und Begegnungen. Bereits auf der Messe durfte ich zahlreiche Menschen kennenlernen und habe viel positives Feedback und Zuspruch erhalten. Das hat mich natürlich sehr gefreut und in meiner neuen Rolle bestärkt. Insgesamt fühlt es sich sehr besonders an, diese Rolle nun ausfüllen zu dürfen. Ich freue mich darauf, die kommenden Aufgaben anzugehen und die sächsische Milch- und Molkereiwirtschaft zu vertreten.

Was möchtest du den Menschen über Milch und Milchwirtschaft unbedingt mitgeben?

Nancy: Mir ist es besonders wichtig, den Menschen zu vermitteln, dass Milch ein natürliches und hochwertiges Lebensmittel ist, wohinter eine gute Tierhaltung steht. In der Milchwirtschaft gelten sehr strenge Qualitäts- und Kontrollstandards, sodass Verbraucher sich darauf verlassen können, ein sicheres und gesundes Produkt zu erhalten.

Welche Vorurteile über Milch oder Landwirtschaft würdest du gern aufklären?

Nancy: Die Annahme, Milch sei mit Schadstoffen oder Rückständen belastet. Durch die engmaschigen Kontrollen und klaren gesetzlichen Vorgaben wird sichergestellt, dass zum Beispiel Milch von behandelten Tieren nicht in den Verkauf gelangt. Qualität und Verbraucherschutz haben hier oberste Priorität. Ebenso ist es mir wichtig zu zeigen, dass hinter der Milchproduktion Menschen stehen, die mit Fachwissen und großer Verantwortung arbeiten.

Was macht für dich gute, nachhaltige Milchproduktion aus?

Nancy: Das bedeutet für mich, dass die Tiere gesund sind und gut gehalten werden. Eine Kuh kann nur dann gute Leistungen bringen, wenn es ihr gutgeht, deshalb steht das Tierwohl für mich an erster Stelle. Gleichzeitig ist es wichtig, verantwortungsvoll zu wirtschaften, und den Betrieb so zu führen, dass er auch langfristig bestehen kann.

Mit welchen Erwartungen startest du in deine Amtszeit?

Nancy: Viele Menschen kennenzulernen und die Landwirtschaft sowie die Milchwirtschaft authentisch vertreten zu können. Mir ist es wichtig, mit Verbrauchern sowie der Politik ins Gespräch zu kommen und Einblicke in unsere tägliche Arbeit zu geben.

Worauf freust du dich in den kommenden Monaten besonders?

Nancy: Auf die ersten Veranstaltungen, wie zum Beispiel den „Tag der Milch“ oder den Auftakt zum „Tag des offenen Hofes”. Solche Termine bieten eine tolle Gelegenheit, mit unterschiedlichen Zielgruppen in den Austausch zu gehen und unsere Branche sichtbar zu machen.

Welche Ziele hast du dir für die kommenden Monate gesetzt?

Nancy: Ein konkretes Ziel ist es, unsere Präsenz in den sozialen Medien weiter auszubauen. Gerade über Plattformen wie Instagram möchten wir verstärkt junge Menschen erreichen und für die Landwirtschaft begeistern. Das Ziel für die gesamte Amtszeit ist es natürlich, dem Ehrenamt und dem Titel der sächsischen Milchkönigin gerecht zu werden.

 

Autogrammkarten

Die Sächsischen Milchhoheiten haben eigene Autogrammkarten, die sie bei ihren öffentlichen Auftritten gern verteilen. Ein schönes Andenken zum Mitnehmen.

Gern senden wir Ihnen auch eine Autogrammkarte zu. Schicken Sie uns einfach einen kurzen Brief mit einem adressierten und frankierten Rückumschlag an:
Sächsischer Landesbauernverband e. V., Wolfshügelstraße 22 in 01324 Dresden.

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