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06.10.2026

Auftakt von Pro-Regio Sachsen zur Stärkung regionaler Wertschöpfung

70 Akteure diskutieren bei Fachforum über Partnerschaften von Erzeugern, Handel und Gastro

Was in Sachsen erzeugt wird, soll möglichst auch hier verarbeitet, vermarktet und auf den Teller gebracht werden. Doch wie kann das konkret gelingen? Mit dieser Frage haben sich rund 70 Akteure aus ganz Sachsen sowie Sachsen-Anhalt beim Fachforum „Regionale Wertschöpfung: Fokus Schwein und Brot“ am 29. September 2026 in Grimma auseinandergesetzt. Im Erlebnishotel zur Schiffsmühle kamen Vertreter aus der sächsischen Landwirtschaft, Verarbeitung, dem Lebensmittelhandwerk, der Vermarktung und Gastronomie zusammen.

Neben Impulsvorträgen und der Podiumsdiskussion stand der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt, um konkrete Ansätze und Möglichkeiten zu entwickeln, wie Kooperationen und Lieferbeziehungen künftig funktionieren können – vom Acker über die Verarbeitung bis hin zur Präsentation auf dem Teller. Ein Verkostungsbereich mit Broten von Brotsommeliers sowie Produkten von Spitzenvertretern des sächsischen Fleisch- und Bäckerhandwerks bot zudem die Möglichkeit, regionale Erzeugnisse und handwerkliche Qualität unmittelbar kennenzulernen. Die regen Diskussionen zeigten, welche Herausforderungen hier derzeit bestehen, aber auch wie groß der Wunsch und Bedarf entlang der Wertschöpfungskette ist, regionale Produkte stärker in sächsische Absatzwege zu bringen.

Schweineproduktion als Schwerpunkt

Als Impulsgeber und Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren unter anderem Oliver Schmidt, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft „Qualitätsfleisch“ w. V. Taubenheim, Lars Bubnick, Geschäftsführer der Landesinnungsverbände der Fleischer in Sachsen und Bayern, Stefan Richter, Landesinnungsmeister des Mitteldeutschen Bäckerinnungsverbandes, sowie Jens Dzurny, Präsident des DEHOGA Sachsen e. V. Der ebenfalls geladene Geschäftsführer der Schlachthof Torgau GmbH musste krankheitsbedingt absagen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung war die aktuelle Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Schweineproduktion. Dr. Mandes Verhaagh vom Johann-Heinrich von Thünen-Institut, der deutschen Bundesforschungseinrichtung für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, stellte Ergebnisse des Projekts „agri benchmark Pig“ vor.

„Eine wichtige Erkenntnis des heutigen Fachforums ist: Regionale Wertschöpfung funktioniert nur, wenn die Akteure miteinander sprechen und ihre unterschiedlichen Anforderungen kennen. Gerade vor diesem Hintergrund sind verlässliche Absatzbeziehungen entlang der gesamten Kette wichtig“, sagte Sirko Hornung, Projektleiter Pro-Regio Sachsen. „Gerade bei der Flexibilität liegen die Vorstellungen teilweise auseinander: Während die Schweinehaltung in festen Produktions- und Vermarktungsabläufen gebunden ist, wünschen sich Gastronomie und andere Abnehmer häufig kurzfristige Liefermöglichkeiten und kleinere Mengen. Solche Unterschiede lassen sich nicht auflösen, wenn jeder nur aus der eigenen Perspektive denkt – aber sie lassen sich gemeinsam besser verstehen und Lösungen entwickeln. So können Erzeuger, Verarbeiter und Abnehmer enger zusammenarbeiten und mehr Planungssicherheit und Wertschöpfung in der Region schaffen.“

Neue Servicestelle berät und unterstützt

Das Fachforum war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe von Pro-Regio Sachsen, einer Initiative der ARGE Pro-Regio Sachsen, zu der auch der Sächsische Landesbauernverband e. V. gehört. Seit Juli 2026 unterstützt das Projekt landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter, Direktvermarkter, Lebensmittelhandwerk, Handel und Gastronomie mit Beratung, Prozessbegleitung, Kooperationsanbahnung und der Entwicklung tragfähiger Lieferbeziehungen. (dh)

Kommende Veranstaltungen von Pro-Regio Sachsen:
Termine 2026 und 2027

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Diana Henke

Hauptgeschäftsführerin
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