Bioenergie liefert nachhaltig Strom, Wärme und Kraftstoffe aus heimischen Rohstoffen und Reststoffen – ganz unabhängig von internationalen Krisen und Energieimporten. Gleichzeitig stärkt sie die regionale Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und unterstützt den Klimaschutz.
Politische Entscheidungen im Energiebereich kommen allerdings zu langsam vorankommen – davon ist ein breites Verbändebündnis überzeugt, zu dem auch der Deutsche Bauernverband e.V. gehört, und startete die Petition „Ohne Bioenergie verliert das Land“.
Knapp 7.000 Stimmen haben die Verbände bereits gesammelt – und rufen nun alle Bürger dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und weiter bekannt zu machen. Man wolle den Menschen eine Stimme geben, die sich für eine starke, sichere und heimische Energieversorgung einsetzen, teilt das Bündnis mit. Und man wolle darauf aufmerksam machen, dass Bioenergie fest in den Regionen verankert ist und vielerorts einen wichtigen Beitrag zu Wohlstand, Beschäftigung und gesellschaftlichem Zusammenhalt leistet.
Auch Torsten Krawczyk, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V., unterstützt die Petition. „Ohne Bioenergie verliert das Land“. In einem kurzen Videoclip wirbt er um Unterschriften: „Raps, Rüben, Körnermais, Getreide, Bioethanol, Mist, Gülle und natürlich die Biomasse – es gibt so viele Bereiche im Ackerbau, von der die Bioenergie profitiert und wir in unseren Betrieben. Nehmen Sie sich die zwei Minuten Zeit und unterzeichnen Sie die Petition.“
Die konkreten Forderungen der Verbände an die Bundesregierung:
- Erhalt und Weiterentwicklung bestehender Bioenergieanlagen,
- verlässliche und langfristige Investitions- und Planungssicherheit, auch für den Bau neuer Anlagen,
- gesetzliche Rahmenbedingungen und Förderregelungen, die die systemrelevanten Leistungen der Bioenergie angemessen berücksichtigen,
- den Abbau widersprüchlicher, überflüssiger und unverhältnismäßiger Regelungen in Gesetzen und Förderprogrammen, die Investitionen und Modernisierungen erschweren,
- eine Stärkung heimischer Energieerzeugung aus nachhaltigen biogenen Rohstoffen.
„Dabei geht es nicht um abstrakte Gesetze oder Verordnungen, sondern um die Menschen“, sagt Sandra Rostek, Initiatorin der Bioenergie-Petition. „Hinter jeder Biogasanlage, jedem Heizwerk, jeder Holzheizung und jeder Biokraftstoffanlage stehen Bäuerinnen und Bauern, Handwerker, Logistiker, Planer, Ingenieure, Lieferanten, Zulieferbetriebe, Waldbesitzer und Försterinnen. Wenn die Bioenergie ihre Perspektive verliert, geraten ganze regionale Wertschöpfungsketten unter Druck.“
Zu dem Verbändebündnis gehören der Deutsche Bauernverband e.V., der Bundesverband Bioenergie e. V., der Fachverband Holzenergie, der Fachverband Biogas e. V., der Familienbetriebe Land & Forst e. V., die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V., die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V., der BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V., der Bundesverband der Maschinenringe e.V. sowie der Deutsche Raiffeisenverband e.V.