Der Sächsische Landesbauernverband e.V. (SLB) begrüßt die am Montag von der Bundesregierung im Rahmen des Energiesofortprogramms angekündigte temporäre Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin um rund 17 Cent pro Liter ausdrücklich. Dieser Schritt ist aus Sicht der Landwirtschaft überfällig und ein wichtiges Signal zur Entlastung der Betriebe in einer Phase anhaltend hoher Betriebsmittelkosten. „Es ist richtig, dass die Bundesregierung neben Verbraucherinnen und Verbrauchern auch die Wirtschaft in den Blick nimmt. Gerade die landwirtschaftlichen Betriebe sind jetzt in der Feldbestellung in besonderem Maße von hohen Energiepreisen betroffen“, erklärt SLB-Präsident Torsten Krawczyk.
Gleichzeitig weist der SLB darauf hin, dass die konkreten Auswirkungen auf den Agrardiesel zwingend schnell und eindeutig geregelt werden müssen. Insbesondere ist zu klären, ob und in welcher Form sich die temporäre Steuersenkung auf die Rückerstattungsregelungen beim Agrardiesel auswirkt. „Es darf nicht dazu kommen, dass landwirtschaftliche Betriebe am Ende schlechter gestellt werden, weil bereits beim Einkauf geringere Steuern anfallen und dadurch Rückerstattungsansprüche gekürzt werden“, so der Verband. Hier erwartet der SLB kurzfristig Klarheit durch die zuständigen Bundesministerien und eine praxisgerechte Lösung.
Der SLB sieht in der Entscheidung auch ein Ergebnis der kontinuierlichen politischen und medialen Arbeit seines Bundesverbandes DBV. Die massiven Belastungen durch Energiepreise wurden immer wieder deutlich adressiert und konkrete Entlastungsmaßnahmen eingefordert. In diesem Rahmen betont der SLB auch die intensiven Gespräche im Rahmen der diesjährigen AGRA Landwirtschaftsmesse 2026 in Leipzig. In den beiden agrarpolitischen Foren sowie im direkten Austausch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher (CDU) und den ostdeutschen Agrarministern wurden die Herausforderungen der Betriebe eindringlich dargestellt und Lösungsansätze diskutiert. „Diese Gespräche haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig der enge Dialog zwischen Landwirtschaft und Politik ist. Die nun angekündigten Maßnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung, müssen aber konsequent weiterentwickelt werden,“ so Krawczyk.
Der SLB fordert, die Entlastung nicht auf kurzfristige Maßnahmen zu beschränken. Neben der Klärung beim Agrardiesel seien langfristig verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft notwendig. Der Verband wird die weiteren Entwicklungen eng begleiten und sich weiterhin mit Nachdruck für die Interessen der landwirtschaftlichen Betriebe einsetzen.
