Hohe Energiepreise, teurer Dünger, steigende Löhne und immer weitere Auflagen: Knapp 40 Verbände aus der Land- und Forstwirtschaft haben sich in einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gewandt. Sie fordern einen Kurswechsel und suchen das Gespräch. Ziel ist es, den Herausforderungen in Landwirtschaft und ländlichem Raum Nachdruck zu verleihen und die Notwendigkeit zügiger tiefgreifender Reformen und Entlastungen deutlich zu machen.
Lesen Sie hier den offenen Brief der Verbände:
Brief an Friedrich Merz
Die Verbände fordern in ihrem Schreiben praxistaugliche Lösungen im Dünge-, Pflanzenschutz-, Bau-, Immissionsschutz- und Tierhaltungsrecht. Notwendig seien zudem wirksame Kostensenkungen und mehr unternehmerische Entscheidungskompetenz, insbesondere beim betrieblichen Risikomanagement. Aus der Sicht der Verbände reichen die bisherigen Entlastungen der Bundesregierung nicht aus. Zugleich brauche es eine verbindliche Entbürokratisierungs- und Deregulierungsagenda: Keine neuen Dokumentations-, Melde- oder Kontrollpflichten, und bestehende Belastungen müssten spürbar sinken.
Von Bundeskanzler Merz verlangen die Verbände deshalb ein gemeinsames Maßnahmenpaket mehrerer Ministerien – und die Einberufung eines Bund-Länder-Gipfels zur Stärkung der heimischen Land- und Forstwirtschaft sowie der ländlichen Räume.
Den Brief unterzeichnet haben unter anderem die Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes e.V., des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V., des Deutschen Raiffeisenverbandes, des Deutschen LandFrauenverbandes, des Deutschen Weinbauverbandes, des Zentralverbandes Gartenbau und des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft. (kno)
