Die Erzeugerpreise im Dauertief, Betriebsmittel konstant ein Drittel über Vorkrisenniveau, steigende Restriktionen bei Düngung und Pflanzenschutz, extreme Wetterlagen und kein Ende in Sicht. 2026 ist nicht einfach nur ein schlechtes Jahr, das Geschäftsmodell Ackerbau ist als Ganzes unter Druck.
Der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) stellt daher bei einer Fachtagung am 16. und 17. November in Berlin die Frage, die zwar täglich auf jedem Ackerbaubetrieb im Zentrum steht, aber selten auf einem Podium: Hat der deutsche Ackerbau unter diesen Rahmenbedingungen grundsätzlich noch eine Perspektive?
Zwei Tage, zwei Fragen
Tag 1: Stimmt die Diagnose? Weltmarkt, Kostenstruktur, rechtliche Enge – und die Frage, wie belastbar die Markterwartungen der nächsten Jahre wirklich sind. Wir bleiben dabei nah an der Betriebsebene: Was von dem, was hier diskutiert wird, ist am Ende in einer Deckungsbeitragsrechnung wiederzufinden? Zum Abschluss des Tages bietet sich bei einem gemeinsamen Essen die Möglichkeit zum Austausch.
Tag 2: Was folgt daraus? Ackerbau muss wieder dauerhaft rentabel werden. Wir benennen, was sich konkret ändern müsste, damit Betriebe wieder Substanz aufbauen, statt sie aufzuzehren: in der betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Rahmensetzung, bei Pflanzenschutz und Düngung, bei Innovation und Züchtung. Im Anschluss wollen wir mit der Politik diskutieren, wie dies erreicht werden kann.
Das Programm für die Fachtagung „Ackerbau am Limit? – Ein Geschäftsmodell unter Druck“ folgt noch.
Die Anmeldung startet am 24. August 2026. Wer sich bereits jetzt vormerken lassen möchte, kann sich per E-Mail an m.rau@bauernverband.net wenden.