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21.08.2026

Zehn Prüfsteine für Sachsen: Bündnis von Verbänden fordert Politikwechsel

SLB-Präsident unterzeichnet gemeinsames Papier von VSW, Wirtschaftsrat und Bund der Steuerzahler

Mehr Wachstum, solide Finanzen und ein leistungsfähiger Staat: Die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW), der Bund der Steuerzahler Sachsen und der Wirtschaftsrat Sachsen fordern einen grundlegenden Politikwechsel und haben dafür in einem gemeinsamen Papier zehn Prüfsteine formuliert. 

Der Sächsische Landesbauernverband e.V. (SLB) ist Mitglied in der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft. SLB-Präsident Torsten Krawczyk hat das gemeinsame Papier ebenfalls unterzeichnet. 

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der drei Verbände heißt es: „Sachsen hat sich seit 1990 auf Grundlage finanzpolitischer Stabilität, hoher Investitionen, einer leistungsfähigen Verwaltung sowie starker mittelständischer und industrieller Strukturen erfolgreich entwickelt. An diese Erfolgsgrundlagen muss der Freistaat wieder anknüpfen.“ Die wirtschaftliche Dynamik und der Aufbauwille der 1990er- und 2000er-Jahre seien den Verbänden zufolge jedoch inzwischen ge­schwunden. Die Folgen einer Politik, die wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zunehmend aus dem Blick verliert, würden immer deutlicher.
 
Hinzu komme eine staatliche Ausgabenpolitik, die nicht mehr mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Schritt hält, sowie eine fortschreitende Bürokratisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen. Beides schaffe zusätzliche Ineffizienzen und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Um den Freistaat Sachsen wieder zu einem Motor wirtschaftlicher Dynamik und Förderer regionaler, mittelständischer Wertschöpfung werden zu lassen, sei den Verbänden zufolge ein ganzes Set an Maßnahmen erforderlich.
 
Das gemeinsame Papier zum Nachlesen:
Zehn Prüfsteine für einen echten Politikwechsel

Aus Sicht der sächsischen Landwirtschaft sind insbesondere folgende Punkte relevant:

  • Bürokratie abbauen und Verwaltung modernisieren – einfachere, schnellere und kostengünstigere Verwaltungsverfahren
  • Energie bezahlbar und technologieoffen gestalten – wettbewerbsfähige Energiepreise und verlässliche Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe
  • Infrastruktur ausbauen – leistungsfähige Verkehrswege und Schienenverbindungen als Voraussetzung für funktionierende regionale Wertschöpfungsketten
  • Arbeit muss sich lohnen – bessere Anreize für Beschäftigung und eine stärkere Berücksichtigung der Kostenbelastung durch Sozialabgaben
  • Mehr Arbeit und Leistungsbereitschaft ermöglichen – flexiblere Arbeitszeitregelungen, Erhalt von Minijobs und weniger bürokratische Belastungen für Arbeitgeber

Das gemeinsame Papier wurde im Rahmen des VSW-Sommerfestes am 20. August 2026 an die sächsische Landesregierung überreicht. 

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Diana Henke

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