Mehr Wachstum, solide Finanzen und ein leistungsfähiger Staat: Die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW), der Bund der Steuerzahler Sachsen und der Wirtschaftsrat Sachsen fordern einen grundlegenden Politikwechsel und haben dafür in einem gemeinsamen Papier zehn Prüfsteine formuliert.
Der Sächsische Landesbauernverband e.V. (SLB) ist Mitglied in der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft. SLB-Präsident Torsten Krawczyk hat das gemeinsame Papier ebenfalls unterzeichnet.
In einer gemeinsamen
Pressemitteilung der drei Verbände heißt es: „Sachsen hat sich seit 1990 auf Grundlage finanzpolitischer Stabilität, hoher Investitionen, einer leistungsfähigen Verwaltung sowie starker mittelständischer und industrieller Strukturen erfolgreich entwickelt. An diese Erfolgsgrundlagen muss der Freistaat wieder anknüpfen.“ Die wirtschaftliche Dynamik und der Aufbauwille der 1990er- und 2000er-Jahre seien den Verbänden zufolge jedoch inzwischen geschwunden. Die Folgen einer Politik, die wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zunehmend aus dem Blick verliert, würden immer deutlicher.
Hinzu komme eine staatliche Ausgabenpolitik, die nicht mehr mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Schritt hält, sowie eine fortschreitende Bürokratisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen. Beides schaffe zusätzliche Ineffizienzen und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Um den Freistaat Sachsen wieder zu einem Motor wirtschaftlicher Dynamik und Förderer regionaler, mittelständischer Wertschöpfung werden zu lassen, sei den Verbänden zufolge ein ganzes Set an Maßnahmen erforderlich.