Viele unserer Mitglieder im Sächsischen Landesbauernverband e.V. bringen sich mit großem Engagement ein. Oft geschieht das im Hintergrund - neben Familie und Betrieb. Dafür möchten wir Danke sagen und stellen unsere Ehrenamtlichen in einer losen Reihe vor. Wie sind Sie zum Ehrenamt gekommen und welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Im Interview erklären sie ihre persönlichen Beweggründe.
Patrick Rückert engagiert sich als
- Vorsitzender des Fachausschusses Ökolandbau beim Sächsischen Landesbauernverband e.V.
- Mitglied im Fachausschuss Ökolandbau des Deutschen Bauernverbandes e.V.
Drei Worte, die mein Ehrenamt beschreiben:
Vielseitig. Kurzweilig. Fördernd.
Wie sind Sie zu Ihrem Ehrenamt gekommen?
Patrick Rückert: Viele Berührungspunkte mit dem Sächsischen Landesbauernverband (SLB) ergaben sich durch meine Mitarbeit im Bioland Ost e. V., im Bioland e. V. sowie im Bündnis Ökolandbau Sachsen. Seit 2020 bin ich zudem Geschäftsführer in Großdrebnitz. Als SLB-Mitglied wurde ich vor knapp drei Jahren gebeten, den neu zu belebenden Fachausschuss Ökolandbau zu unterstützen. Zunächst übernahm ich den stellvertretenden Vorsitz, bevor ich nach personellen Veränderungen im Februar 2025 den Vorsitz übernommen habe.
Was gehört konkret zu Ihren Aufgaben?
Patrick Rückert: Durch mein Engagement im Bioland e. V. auf Landes- und Bundesebene sowie in den Fachausschüssen des SLB und des DBV sehe ich meine Aufgabe vor allem darin, als Bindeglied zwischen den verschiedenen Akteuren zu fungieren. Ich bringe meine fachlichen und praktischen Erfahrungen ein, indem ich Gesetzesvorhaben, Richtlinien und Entwürfe des Freistaates, des Bundes oder der EU bewerte und Vorschläge sowie Anregungen in die Diskussion einbringe. Ein wichtiger Teil meines Ehrenamtes ist der enge Austausch mit den hauptamtlich Mitarbeitenden des SLB – insbesondere mit Andreas Jahnel, dem ich herzlich für sein Engagement danke. Ebenso gehören die Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch mit den Mitgliedern
der Fachausschüsse des SLB und des DBV dazu.
Warum lohnt es sich, selbst ein Ehrenamt zu übernehmen?
Patrick Rückert: Der Austausch mit Berufskollegen und Interessenvertretern eröffnet die Chance, eigene Ideen, Erfahrungen und praktische Vorschläge direkt einzubringen und mitzugestalten. Diese fließen nicht nur in die Verbandsarbeit ein, sondern erreichen auch Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen. Wirkung zeigen kann Engagement dabei oft schon im kommunalen Umfeld.
Was war Ihr schönster oder bewegendster Moment im Amt?
Patrick Rückert: Die Teilnahme am gemeinsamen Fachausschuss Getreide und Ökolandbau des DBV bei den Ökofeldtagen auf dem Wassergut Canitz im vergangenen Jahr. Die besondere Atmosphäre vor Ort und der Austausch mit Berufskollegen aus dem gesamten Bundesgebiet haben diesen Termin für mich zu einem Highlight gemacht.
Kaffee oder Tee bei Sitzungen?
Patrick Rückert: Als gebürtiger Mecklenburger bleibt die Konzentration bei mir am besten mit schwarzem Tee erhalten. (Leider sind Single Malt Whiskys aus Schottland oder Japan noch nicht gern gesehen bei Sitzungen.)
Mein Buchtipp/Podcast/Fachmagazin: Herrhausen – Friederike Sattler
Mein Rat an junge Landwirtinnen und Landwirte: IHR seid NIEMALS allein – bei euren Aufgaben, Herausforderungen oder bei Rückschlägen.
Mein persönlicher Erfolgsfaktor: Ein gutes Team, das hinter mir steht und mir auch rechtzeitig den Spiegel vorhält.
Mein liebster landwirtschaftlicher Moment: Der jährliche Weideaustrieb unserer Rinder, wenn Tiere und Natur gemeinsam das beginnende Frühjahr einläuten.
Thomas Eydner engagiert sich als
- Mitglied im Fachausschuss Milch und Rind beim Sächsischen Landesbauernverband e.V.
- Mitglied im Fachausschuss Rindfleisch beim Deutschen Bauernverband e.V.
Drei Worte, die mein Ehrenamt beschreiben:
Verantwortung. Vertrauen. Objektivität.
Wie sind Sie zu Ihrem Ehrenamt gekommen?
Thomas Eydner: Auf der Agra 2024 wurde ich vom Präsidenten und SLB-Mitarbeitern angesprochen.
Was gehört konkret zu Ihren Aufgaben?
Thomas Eydner: Mitarbeit im Fachausschuss Rind und Milch beim Sächsischen Landesbauernverband e. V. und Fachausschuss Rindfleisch beim Deutschen Bauernverband e. V.
Warum lohnt es sich, selbst ein Ehrenamt zu übernehmen?
Thomas Eydner: Man kann nicht immer nur meckern, man sollte Verantwortung übernehmen und mitgestalten.
Was war Ihr schönster oder bewegendster Moment im Amt?
Thomas Eydner: Gleich bei meiner ersten Teilnahme an einem Fachausschuss des SLB habe ich es als besonders positiv erlebt, dass die vom Fachausschuss geforderte Auslegung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in die behördlichen Anwendungshinweise aufgenommen wurde.
Kaffee oder Tee bei Sitzungen?
Thomas Eydner: Kaffee.
Mein Buchtipp/Podcast/Fachmagazin: Mythos Karl Stülpner
Mein Rat an junge Landwirtinnen und Landwirte: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
Mein persönlicher Erfolgsfaktor: Immer über den Tellerrand hinausschauen!
Mein liebster landwirtschaftlicher Moment (und warum): Die Geburt neuer Kälber, jedes Mal ein besonderes Erlebnis!