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  • © Milchprinzessin Josephine I. nahm Besucher mit auf eine Führung durch den Betrieb und konnte viel Wissenswertes zur Milchgewinnung und -verarbeitung berichten.
  • © Blick auf das Melkkarussell.
  • © Einmal kratzen, bitte!
08.06.2026

Melken, Buttern, Verkosten: Hunderte Besucher feiern beim „Tag der Milch“

LWU "An der Dresdner Heide" war am 6. Juni Gastgeber für großes Hoffest

Wie wird Butter hergestellt? Wie ist es zeitlich zu schaffen, mehrere hundert Kühe zweimal am Tag zu melken? Und wie sieht moderne Rinderhaltung heute überhaupt aus? Antworten auf diese und andere Fragen rund um die Milch gab es am Samstag, 6. Juni, auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Unternehmens „An der Dresdner Heide“ in Großerkmannsdorf. Das Hoffest des Betriebes stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des internationalen „Tages der Milch“. 

„Milch ist ein wertvolles, gesundes Grundnahrungsmittel, sie steht aber auch für die tagtägliche Leistung unserer sächsischen Landwirte“, sagte Robert Gülde, Vorstandsmitglied des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V. zur Eröffnung. Was genau das bedeutet, konnten die zahlreichen Besucher aus allen Teilen Sachsen vor Ort erkunden. Dazu lud Cindy Gröber vom Landwirtschaftlichen Unternehmen „An der Dresdner Heide“ ein.

Rund ging es am Melkkarussell – quasi der Mittelpunkt eines jeden Milchviehbetriebes, an dem Tier, Mensch und das Lebensmittel Milch zusammenkommen. Beim LWU „An der Dresdner Heide“ werden derzeit täglich rund 720 Milchkühe auf der rotierenden Anlage gemolken. Das erfuhren Besucher bei einer Führung ebenso wie Spannendes über moderne Tierhaltung und Fütterung sowie die Rolle der Milch in einer gesunden und nachhaltigen Ernährung. Auch Sachsens Milchprinzessin Josephine I. nahm Interessierte mit auf Tour über das Gelände und wusste dabei so einige Details zur Gewinnung und Verarbeitung von Milch zu berichten. Die 25-Jährige stammt aus Radebeul, hat den Bachelorabschluss in Agrarwirtschaft und macht derzeit ihren Master in Produktionsmanagement Agrarwirtschaft. Parallel arbeitet Josephine I. in der Molkerei Heinrichsthaler Milchwerke GmbH.

Deutlich wurde bei dem Festtag für die Milch: Milchprodukte sind äußerst beliebt, ungemein vielfältig und viele Menschen möchten nicht darauf verzichten – egal ob Joghurt, Käse, Sahne oder Butter. Wie letztere gewonnen wird, konnten die jüngsten Besucher dann sogar selbst ausprobieren. Eifrig schüttelten sie am Stand des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V. aus 30 Millilitern Sahne frische Butter – und durften sie in einem kleinen Becher direkt mit nach Hause nehmen.  Ein Hingucker war auch der neue Selbstbedienungs-Smartstore des Betriebes. Kunden können in dem kleinen Shop rund um die Uhr bargeldlos einkaufen. Das Figurentheater Felix präsentierte „Petterson und Findus“. Auch der Spielmannszug Kleinröhrsdorf hatte seinen großen Auftritt. 

Hintergrund: Derzeit werden im Freistaat rund 160.000 Milchkühe in rund 500 Betrieben gehalten. Sachsen produziert etwa fünf Prozent der deutschen Milch. Mit rund 10.400 Kilogramm Milch pro Jahr zählen sächsische Milchkühe zu den leistungsstärksten in Deutschland. Bundesweit gibt es rund 48.000 Milchviehhalter, die mit rund 3,6 Millionen Kühen  jedes Jahr über 30 Millionen Tonnen Rohmilch erzeugen, die in Molkereien zu hochwertigen Produkten weiterverarbeitet wird.

Der internationale „Tag der Milch“ wurde 1957 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Nationen und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 2001 wird er weltweit am 1. Juni gefeiert. An diesem Tag wird über die Milchproduktion und Milchprodukte informiert. Das Anliegen ist es, auf die Bedeutung von Milch als wichtiges Grundnahrungsmittel aufmerksam zu machen, die breite Palette an Milchprodukten zu zeigen und die tägliche Arbeit der Milchbäuerinnen und Milchbauern weltweit wertzuschätzen.

Ansprechpartner

Alin Rößler

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon0351 26253644
Mobil0172 2370590